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Erste Herren
Montag, 12.10.2026 15:20 Uhr | Anne Kurzmann

Nulldrei trotzt Lok Leipzig ein torloses Remis ab

Foto: Ilya Berdashkov

Regen, Sonnenschein und zwischenzeitlich sogar ein Regenbogen begleiteten den Sonntagnachmittag im KarLi. Vor 3.804 Zuschauer*innen lieferten wir uns mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig ein intensives Duell, das torlos endete. Gegen die offensivstarken Gäste war vor allem unsere Defensive gefordert. Im Angriff fanden wir zu selten den Weg zu klaren Abschlüssen. Unsere größte Möglichkeit blieb ungenutzt. Am Ende stand ein 0:0, mit dem sich Trainer Michael Braune angesichts der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle zufrieden zeigte.

Ostblock-Premiere und starke Müller-Paraden

Für unsere Fanszene war es ein besonderer Nachmittag: Nach mehr als 35 Jahren in der Nordkurve unterstützten uns die aktiven Fangruppen gegen Lok erstmals aus dem Ostblock. Auch auf dem Rasen begann die Partie mit einem Zeichen. Beide Mannschaften ließen den Ball in der ersten Spielminute ruhen, um auf die Forderung nach einer Reform der Regionalligen aufmerksam zu machen.

Lok Leipzig fand zunächst besser in die Partie. Ayodele Adetula hatte die erste Gelegenheit, schoss jedoch zu zentral auf Niclas Müller. Unsere Antwort folgte in der siebten Minute. Samir Werbelow setzte sich mit einem Dribbling am linken Strafraumeck durch, zog nach innen und verfehlte den kurzen Pfosten nur knapp.

In der Folge erspielten sich die Gäste weitere Chancen. Besonders Adetula tauchte immer wieder in aussichtsreicher Position auf, scheiterte aber mehrfach an Müller. Auch einen zu zentralen Schuss von Eren Öztürk parierte unser Keeper, ehe Djamal Ziane den Nachschuss über das Tor setzte. Wir kamen durch Joshua Okpalaike und Matthew Meier ebenfalls zu Möglichkeiten, konnten sie jedoch nicht nutzen.

Lok wurde vor allem nach Ballverlusten in unserem Spielaufbau und Abstimmungsproblemen in der Hintermannschaft gefährlich. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal brenzlig, als Müller bei einem Abstoß zu lange wartete und Ziane den Ball blockte. Ein Treffer fiel daraus nicht. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Werbelow verpasst die Führung, Müller hält die Null

Unsere Nulldreier kamen mit Schwung aus der Kabine und hatten in der 48. Minute eine der größten Chancen des Spiels. Nach einem präzisen Zuspiel von Amadeus Ebel tauchte Samir Werbelow frei vor Lok-Torhüter Jonas Wendlinger auf. Der Schlussmann blieb jedoch ruhig und parierte unseren Abschluss.

Wir waren zunächst deutlich aktiver als vor der Pause, doch nach und nach fand auch Lok wieder besser ins Spiel. Djamal Ziane köpfte eine Flanke von Eliyas Strasner neben unser Tor. Anschließend war Niclas Müller zweimal gegen Eren Öztürk gefragt. Erst parierte er dessen Abschluss nach einer Ecke, dann verhinderte er auch im direkten Duell den Rückstand, als Öztürk frei vor ihm auftauchte.

Die Gäste blieben weiterhin gefährlich. Ziane verfehlte nach einer weiteren Ecke per Kopf das Tor, und auch Adetula konnte eine Gelegenheit nach einem Zuspiel von Strasner nicht nutzen. Unsere Mannschaft hielt dagegen, verteidigte in der Schlussphase leidenschaftlich und erkämpfte sich gegen den amtierenden Meister einen Punkt.

Am kommenden Freitag, 16. Oktober, sind unsere Nulldreier unter Flutlicht um 19:00 Uhr bei Tasmania Berlin im Werner-Seelenbinder-Sportpark zu Gast. Dort wollen wir an die Leistung gegen Lok und unsere beiden jüngsten Auswärtsspiele in der Liga anknüpfen und den dritten Liga-Auswärtssieg in Folge feiern.

Zuschauer*innen: 3.804

SV Babelsberg 03: Müller – Lang, Wegener, Werbelow (87. Bayindir), Lämmel (87. Kalckreuth), Okpalaike (73. Yilmaz), Meier (73. Schmidt), Salaske, Ebel, Hasse, Büch

FC Lokomotive Leipzig: Wendlinger – Strasner, Schierack, Abderrahmane, Adetula, Ziane (75. Bornschein), Siebeck, Arcalean (69. Mergel), Kaiser, Böhm, Öztürk

Tor: /

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg

1. Assistent: Jan Vogt

2. Assistent: Paul Bräuer