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Erste Herren
Sonntag, 20.09.2026 15:00 Uhr | Anne Kurzmann

Niederlage gegen Hertha BSC II nach spätem Elfmeter-Drama

Foto: Ilya Berdashkov

Nach dem starken Auswärtssieg in Chemnitz wollten wir die englische Woche vor heimischer Kulisse krönen. Stattdessen mussten wir uns am Samstagnachmittag vor 2.795 Zuschauer*innen im KarLi mit 0:2 gegen Hertha BSC II geschlagen geben. In Überzahl bot sich uns kurz vor Schluss per Elfmeter die große Chance auf den Ausgleich – wenige Sekunden später fiel auf der anderen Seite die Entscheidung.

Chancenarme erste Hälfte im KarLi

Die ersten 20 Minuten verliefen weitgehend ereignisarm. Zwar hatten wir etwas mehr Ballbesitz, klare Möglichkeiten sprangen daraus zunächst aber kaum heraus. Samir Werbelow versuchte es früh aus der Distanz, stellte Hertha-Keeper Burak Özkanli damit jedoch vor keine größeren Probleme.

Wenig später wurde es bei uns gefährlicher. Zunächst kam Matthew Meier zum Abschluss, ehe sich Özkanli im Spielaufbau einen ungenauen Pass leistete. Tino Schmidt kam dadurch an den Ball und zum Abschluss, setzte seinen Versuch jedoch am Tor vorbei und stand dabei auch deutlich im Abseits.

Auch die Berliner kamen im ersten Durchgang nur selten gefährlich vor unser Tor. Insgesamt blieb die Partie ausgeglichen, aber chancenarm. Bei uns fehlte im letzten Drittel zu oft die nötige Präzision, während Hertha aus dem eigenen Ballbesitz ebenfalls nur wenig Torgefahr entwickelte. So ging es torlos in die Kabinen. Shalva Ogbaidze kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss, doch Niclas Müller parierte zur Ecke.

Hertha nutzt die Schlussphase eiskalt

Zur Pause reagierte unser Trainerteam und brachte frische Kräfte mit Amadeus Ebel und Min-gi Kang für Tino Schmidt und Matthew Meier. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten dennoch die Gäste. Kian Todorovic tauchte kurz nach Wiederanpfiff frei vor Müller auf, brachte den Ball aber nicht aufs Tor. Wenig später traf Shalva Ogbaidze nach einem erneuten Ballverlust unserer Nulldreier nur das Außennetz.

Mit Simon Gollnack und Charles-Jesaja Herrmann kamen anschließend weitere offensive Kräfte ins Spiel. Die entscheidende Szene gehörte zunächst jedoch Hertha. Der kurz zuvor eingewechselte Änis Ben-Hatira wurde in der 67. Minute im Strafraum von unserem Keeper Niclas Müller zu Fall gebracht. Ben-Hatira trat selbst an und verwandelte den fälligen Elfmeter zur 0:1-Führung.

Nur wenige Minuten später schwächten sich die Berliner selbst. Filip Brekalo sah zunächst nach einem Foul an Min-Gi Kang die Gelbe Karte und musste nur kurz darauf nach einem weiteren Vergehen gegen Amadeus Ebel mit Gelb-Rot vom Platz.

In Überzahl erhöhten wir den Druck, fanden gegen die Berliner Defensive aber nur schwer klare Lösungen. Viele Hereingaben fanden keinen Abnehmer, gleichzeitig blieb Hertha über Konter gefährlich. Mehrfach hielt uns Niclas Müller mit seinen Paraden im Spiel.

Kurz vor Schluss bekamen wir dann doch noch die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem Handspiel im Berliner Strafraum entschied Schiedsrichter Patrick Kluge in der 88. Minute auf Elfmeter. Jesaja Herrmann trat an, doch Hertha-Keeper Burak Özkanli bekam noch die Hand an den Ball und lenkte den Strafstoß an die Latte.

Es war die große Chance auf das 1:1 – und auch nach dem gehaltenen Strafstoß blieb die Szene diskussionswürdig. Herthas David Schopper war deutlich zu früh in den Strafraum eingelaufen und nahezu zeitgleich mit Charles-Jesaja Herrmann in Richtung Elfmeterpunkt gestartet. Aus unserer Sicht hätte der Strafstoß deshalb wiederholt werden müssen. Stattdessen lief die Partie weiter, Hertha schaltete schnell um und Theophilus Akoto traf in der 90. Minute zum 0:2-Endstand.

Jetzt gilt es, die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen und weiter an uns zu arbeiten, damit wir am kommenden Sonntag beim FSV 63 Luckenwalde wieder punkten können. Anpfiff im Werner-Seelenbinder-Stadion ist um 14:00 Uhr.

Zuschauer*innen: 2.795

SV Babelsberg 03: Müller – Lang, Wegener, Werbelow, Lämmel (57. Herrmann), Okpalaike (57. Gollnack), Meier (46. Kang), Schmidt (46. Ebel), Salaske (74. Yilmaz), Hasse, Büch

Hertha BSC II: Özkanli – Schopper, Kourouma, Ngwa, Müller (46. Akoto)/ (90. Aslanidis), Kannewurf, Brekalo, Mamuzah Lum, Ogbaidze (65. Ben-Hatira), Weiland, Todorovic (65. Schößler)/ (80. Gruschewitz)

Tor: 0:1 Ben-Hatira (FE/68.), 0:2 Akoto (89.)

Schiedsrichter: Patrick Kluge

  1. Assistent: Albert Lehmann
  2. Assistent: Laurenz Werner