Unterstützung für das Kompass-Modell wächst bundesweit
74 Klubs, ein klares Ziel: Unterstützung für das Kompass-Modell wächst bundesweit
Seit klar ist, dass zwei konkrete Lösungsansätze auf dem Tisch liegen, hat die Debatte um die Zukunft der Regionalligen nochmals deutlich an Bedeutung gewonnen. Die breite Unterstützung aus Vereinen, Fanszenen und der Öffentlichkeit zeigt eindrucksvoll, wie groß der Wunsch nach einer fairen und nachhaltigen Lösung im deutschen Fußball ist.
Die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ hat sich klar zum Kompass-Modell positioniert – und dieses Engagement zeigt weiter Wirkung: Mit vier weiteren Klubs wächst die Reforminitiative auf 74 Vereine an.
Folgende Klubs schließen sich neu an:
• SV Tasmania Berlin (NOFV-Oberliga Nord) • SG Union 1919 Klosterfelde (NOFV-Oberliga Nord) • ETB Schwarz-Weiß Essen (Oberliga Niederrhein) • 1. FC Düren (Mittelrheinliga)
Damit gewinnt die Bewegung weiter an Breite – von der Bundesliga bis zur Oberliga, über alle Regionen hinweg.
Bundesweite Aufmerksamkeit und klares Stimmungsbild
Die Diskussion hat in den vergangenen Tagen bundesweit für erhebliche mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Zahlreiche überregionale Zeitungen, Fachmedien sowie reichweitenstarke Online-Portale haben die Debatte aufgegriffen und intensiv begleitet.
Auch ein erstes Stimmungsbild aus der Öffentlichkeit fällt eindeutig aus: Bei einer aktuellen Umfrage des Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) wurden bislang rund 5.000 Stimmen abgegeben – etwa 75 Prozent sprechen sich dabei (Stand: Mittwoch, 1. April 2026, 15 Uhr) für das Kompass-Modell aus.
Kompass-Modell als verbindende Lösung
Das Kompass-Modell sieht eine viergleisige 4. Liga mit den Staffeln Süd, Ost, Nord und West vor. Die Einteilung erfolgt flexibel und mithilfe künstlicher Intelligenz, um Reiseaufwände zu minimieren und gleichzeitig regionale Duelle sowie Derbys zu erhalten. Damit werden feste Aufstiegsplätze geschaffen und erstmals einheitliche Abstiegsregelungen für alle vier Staffeln eingeführt.
Ein Ziel der Reformbestrebungen lautet, die strukturelle Lücke zwischen der 3. Liga und dem Unterbau zu schließen und den Wettbewerb auf Viertliga-Ebene nachhaltig zu stärken. Eine Umsetzung wäre nach Angaben des DFB frühestens zur Saison 2028/29 möglich – die angestrebte Reform würde sich damit erneut um ein Jahr verschieben.
Wachsende Unterstützung aus den Oberligen
Bemerkenswert ist, dass sich zunehmend auch Vereine aus den Oberligen der Initiative anschließen. Das unterstreicht, dass die Reform den gesamten Unterbau des deutschen Fußballs betrifft – weit über die Regionalligen hinaus.
Mit einer viergleisigen 4. Liga à 20 Mannschaften geht perspektivisch auch eine stärkere Professionalisierung der Klubs einher, um den Abstand zur 3. Liga zu verringern. Zugleich bleibt das Ligensystem offen: Gerade Aufsteigern aus den Oberligen soll eine angemessene Übergangszeit eingeräumt werden.
Damit entsteht eine klare Entwicklungsperspektive an der Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball.
„Kompass-Modell ist eine gerechte und tragfähige Lösung“
Tommy Haeder, Sprecher der Initiative „Aufstiegsreform 2025“, ordnet die aktuelle Entwicklung ein: „Die enorme mediale Resonanz der vergangenen Tage war überwältigend. Fußball-Deutschland diskutiert über die Regionalliga-Frage. Dabei erleben wir eine breite Unterstützung aus allen Teilen des Landes – von Vereinen, Verbandsvertretern, Fans und vielen weiteren Fürsprechern. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Dieses klare Bekenntnis zeigt, dass das Kompass-Modell als gerechte und tragfähige Lösung für alle Regionalligen breite Zustimmung erfährt.“
Entscheidungsprozess offen – jetzt zählen Argumente
Gleichzeitig ist weiterhin offen, in welchem Verfahren und in welchem zeitlichen Rahmen die Entscheidungsfindung innerhalb des DFB erfolgen wird. Erste Regionalverbände haben bereits begonnen, ihre Vereine über die Reformmodelle zu informieren.
„Dabei wird jedoch auch deutlich, dass von verschiedenen Funktionsträgern erneut Ängste unter den Klubs geschürt werden, die jeder sachlichen Grundlage entbehren. Wir als Reforminitiative stellen deshalb klar: Jetzt braucht es keine Angst, sondern gute Argumente und das Werben für das bestmögliche Modell. Ziel ist es, den seit Jahren ungelösten strukturellen Konflikt endlich zu lösen und eine faire Wettbewerbsstruktur für alle Regionalligen zu schaffen. Wir werden den weiteren Prozess sehr genau begleiten und das Thema in der Öffentlichkeit halten, damit die Verschleppungstaktik endet und wieder der Fußball im Mittelpunkt steht“, betont Haeder.
Die Initiative wird ihre Aufklärungsarbeit in den kommenden Wochen fortsetzen und darlegen, warum das Kompass-Modell den Fußball auf Viertliga-Ebene wieder zusammenführt und den gesamten Unterbau stärkt. Zugleich setzt sie auf einen solidarischen Prozess, an dem alle Regionalligen ihren Beitrag leisten – mit dem Ziel einer Lösung von allen für alle.
Stimmen der neuen Vereine
Paul Schmuck, Vorstand Sport der SG Union 1919 Klosterfelde: „Fußball lebt von Fairness, Transparenz und dem Leistungsprinzip – dazu gehört, dass Meister aufsteigen. Deshalb unterstützen wir die Initiative ‚Aufstiegsreform 2025‘. Eine klare und einheitliche Regelung ist entscheidend für die Integrität des Wettbewerbs.“
Almir Numic, Vorstand des SV Tasmania Berlin: „Wer Meister wird, muss auch aufsteigen – unabhängig von Liga oder Region. Gerade die Nordost-Staffel hat in den vergangenen Jahren unter den verzerrten Wettbewerbsbedingungen gelitten wie keine andere. Deshalb schließen wir uns der Reforminitiative an, denn es ist höchste Zeit für eine grundlegende Veränderung.“
Karl Weiß, 1. Vorsitzender des ETB Schwarz-Weiß Essen: „Für uns ist klar: Meister aller Regionalligen müssen direkt in die 3. Liga aufsteigen – unabhängig von ihrer regionalen Verankerung. Nur so bleibt das Leistungsprinzip im deutschen Fußball gewahrt. Das Kompass-Modell ist dafür der richtige Lösungsansatz, den wir ausdrücklich unterstützen.“
Sebastian Tews, Fanbetreuer und Präsidiumsbeisitzer beim 1. FC Düren: „Wer am Ende einer Saison ganz oben steht, ist Meister seiner Staffel – und hat sich damit den Aufstieg verdient. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Erfolg: Vereine schaffen im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg auch infrastrukturell und organisatorisch die notwendigen Voraussetzungen. Das ist mit großem Aufwand verbunden – der im schlimmsten Fall aktuell ohne Ertrag bleibt. Wenn all das geleistet wird, darf es kein Aber geben: Meister müssen aufsteigen.“
Mit inzwischen 74 Vereinen wächst die Initiative „Aufstiegsreform 2025“ weiter zur größten vereinsübergreifenden Solidarbewegung im deutschen Fußball.
Vier Himmelsrichtungen, ein Ziel: Kompass-Modell jetzt.
