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 verein :: stadion [stadiongeschichte] english version


Karl-Liebknecht-Stadion | Blockeinteilung | Stadiongeschichte

 


Luftbilder: Lutz Hannemann www.foto-hannemann.de


06.06.2001


Foto: www.nordostfussball.de


Foto: www.nordostfussball.de


Foto: www.filmstadtinferno.de


neuer Rasen im Karli


Rasensport

Stadiongeschichte

Im Sommer 2006 wurde das Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion in seiner heutigen Form 30 Jahre alt. Am 10. Juli 1976 wurde es mit einem Spiel zwischen Motor Babelsberg und der DDR-Olympia-Auswahl (spätere Goldmedaillen-Gewinner bei den olympischen Spielen in Montreal) eingeweiht. Doch bereits lange Zeit zuvor wurde am Babelsberger Park Fußball gespielt. Bereits in den 1920er Jahren richteten Fußballer des Arbeitersportvereins „Concordia 06“ (später „Eintracht Babelsberg“) das Sportfeld an der Priesterstraße her.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Sportanlage an der Priesterstraße schwer beschädigt. Das Spielfeld war von Bombentrichtern gezeichnet und die Stehtraversen befanden sich in einem schlechten Zustand. Zäune und andere Begrenzungen waren nicht mehr vorhanden, da Heizmaterial knapp war.
Mit der Qualifikation der „BSG Märkische Volksstimme Babelsberg“ (seit Juli 1949, seit September 1950 „BSG Rotation Babelsberg“) für die neu geschaffene DDR-Oberliga wurde die nun nach Karl Liebknecht benannte Sportanlage unter großem Einsatz der Aktiven und der zahlreichen Fans für die Spiele im Fußball-Oberhaus hergerichtet. Auf der Nordseite des Stadions, der heutigen Gegengerade, wurde eine stattliche Holztribüne errichtet.
1974/75 wurde auf dem Gelände des Karl-Liebknecht-Sportplatzes das heutige Karl-Liebknecht-Stadion errichtet. Die Anlage zeichnet sich durch nahe am Spielfeld gelegene Tribünen aus. Eine störende Aschenbahn ist nicht vorhanden. Die Stehplatzbereiche bestehen aus 9 bzw. 18 Blockstufen.
Das Stadion hat eine teilüberdachte Tribüne, welche 1.472 Zuschauern Platz bietet. Das Tribünengebäude hat das Aussehen eines typischen DDR-Plattenbaus. Die Überdachung der Sitzplatztribüne besteht aus Kunststoff.
Neben gut besuchten Meisterschaftsspielen fanden im Karli in den 1970er und 80er Jahren internationale Vergleiche statt. Beim Weltmeisterschaft-Qualifikations-Spiel 1977 gegen Malta wurde im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion erstmals ausverkauft gemeldet. Die DDR gewann mit 9:0. 8.500 Zuschauer sahen das 1:0 gegen Norwegen in der Olympiaqualifikation am 12. November 1983. Das WM-Qualifikations-Spiel gegen Luxemburg am 18. Mai 1985 wurde vor 9.000 Zuschauern mit 3:1 gewonnen. Nicht zu vergessen: Im Karli fand das einzige Frauenländerspiel gegen die CSSR statt. Am 9. Mai 1990 verlor die DFV-Auswahl vor immerhin 800 Zuschauern mit 0:3.
Das Stadion hatte sich zwischen 1976 und 1990 kaum verändert. Lediglich die ursprünglich nicht bestehende Spielfeldumzäunung war hinzugekommen.
Mitte der neunziger Jahre begann ein sensationeller Aufstieg des Babelsberger Fußballs. 1997 gelang der Aufstieg in die drittklassige Regionalliga. Mit der Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga-Saison 2000/2001 wuchsen die Anforderungen an das Stadion. Als am 09. Juli 2001 im Spiel gegen Düsseldorf 14.700 kamen, wurde nach 24 Jahren wieder ausverkauft gemeldet und der Aufstieg in die 2. Bundesliga vollendet.
Für die Zweitliga-Saison 2001/02 wurden erstmals größere bauliche Maßnahmen im Karli realisiert: Die Sitzbänke auf der Tribüne wurden durch Schalensitze ausgetauscht. Im Stadiongebäude wurde das Kasino zum Presseraum umgestaltet, der VIP-Bereich vergrößert und eine neue Heimkabine gebaut. Für die Fernsehübertragungen wurden zunächst Plattformen auf der Haupttribüne und über der Anzeigetafel errichtet.
Nach langen Bemühungen des damaligen Präsidenten Detlef Kaminski wurde endlich ein Traum für zahlreichen Babelsberger Fußballfreunde war: Das Karl-Liebknecht-Stadion wurde mit einer modernen Flutlichtanlage versehen. Es entstand die deutschland- und wahrscheinlich europaweit einzigartige Flutlichtanlage, bei der die Masten nach dem Spiel um ein Drittel abgeklappt werden können. Damit werden die Sichtachsen angrenzende Babelsberger Park, welcher Teil des Potsdamer UNESCO-Weltkulturerbes ist, geschützt. Die Flutlichtanlage wurde beim Zweitliga-Spiel gegen Waldhof Mannheim am Freitag, dem 12. April 2002 eingeweiht.
Im Jahr 2003 übernahm der SV Babelsberg 03 das Karl-Liebknecht-Stadion im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages in eigene Verantwortung. Seit dem wurden zahlreiche Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahme mit Hilfe der Sponsoren des SVB durchgeführt.
Nach dreißig Jahren erhielt der Hauptplatz im Karl-Liebknecht-Stadion im Juli 2004 einen neuen Rasen. Insgesamt wurden 8.200 Quadratmeter verlegt, das was etwa 500 Rollen entspricht. Bei der Verlegung halfen Nulldreifans tatkräftig mit.
Weiterhin wurden die Beleuchtungsanlage sowie die Bewässerung des oberen Rasen-Trainingsplatzes erneuert. Das Hauptstadion und der obere Rasenplatz erhielten neue Ballfangnetze.
Mit dem Aufstieg in die zweigleisige Regional-Liga 2007/08 steht der SVB vor weiteren Herausforderungen bei der Modernisierung des Karl-Liebknecht-Stadions. In der nächsten Zeit ist zum Beispiel die dringend notwendige Verbesserung der sanitären Situation für Heim- und Gästefans sowie die Erneuerung des Daches des Hauptgebäudes geplant.

So oder so: Das Karl-Liebknecht-Stadion gehört als reines Fußballstadion zweifellos zu den schönsten Arenen seiner Art und wie das Rathaus und der Weberplatz zu Babelsberg.

 

 

 

 

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