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DFB-Pokal: SV Babelsberg 03 - Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:0) |
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"Babelsberg? Hervorragend gekämpft!"
Diese Ansicht teile ich mit Jupp Heynckes, seines Zeichens Fußballlehrer und Trainer der Gästemannschaft. Aber wo jetzt anfangen? Vielleicht ganz am Anfang, nämlich erstmal mit dem Dank an Mannschaft und Trainerstab der letzten Saison, dass sie sich mehrfach über brandenburgische Dörfer quälten, um doch immer wieder als Sieger und letztendlich Gewinner des Landespokals nach Babelsberg zurückzukehren. Ohne diese Leistung dürfte ich nicht in den Genuss kommen, über dieses Spiel zu schreiben. Mit Bayer 04 beehrte uns also eins der absoluten Spitzenteams der Bundesliga, ehemaliger Sieger des Europapokals der Pokalsieger und ehemaliger Champions-League-Finalist. Und im Gepäck hatte man nahezu alles, was man sich nur wünschen kann: Eine beachtliche Anzahl an Nationalspielern, eine Anzahl junger Talente, von denen sicher in den nächsten zehn Jahren noch so einiges zu hören sein wird, einen Rudi Völler auf der Tribüne des Karlis, die eben schon angesprochene Trainerlegende Jupp Heynckes sowie ein paar hundert gut gelaunte und meiner Beobachtung nach freundliche und relaxte Gästefans. Dazu Flutlicht und die Premiere auf Sky ? herrlich. Aber das soll jetzt nicht so klingen, als wenn die Party nur auf die Gäste zurückzuführen wäre, das wäre unfair. Zum einen standen für neunzig Minuten elf kämpfende Nulldreier auf dem heiligen Grün, zum anderen standen gute 6000 Zuschauer den elf Helden lautstark zur Seite. Und wenn ich schreibe lautstark, dann meine ich das auch so ? dazu später mehr.
Drei neue Gesichter gaben ihr Pflichtspüieldebut für unsere Babelsberger, nämlich Felix Dojahn, Anton Müller sowie Erkan Kilicaslan. ?Kili? fiel mir schon letzte Saison unangenehm auf, schließlich besiegelte er mit seinem Treffer die damalige Niederlage in Bremen-Oberneuland. Was solls, stellt er ja seine Dienste jetzt dem SVB zur Verfügung. Und auch der neue Kapitän Marian Unger fiel unangenehm auf ? jedenfalls für die heraneilenden Gäste, die es unermüdlich versuchten, ihm Arbeit zu verschaffen. An dieser Stelle kann ich auch die Brücke zum sportlichen Teil schlagen, denn so sah es über weite Teile des Spiels aus. Anrennende Rote gegen couragierte Weiße, die alles daransetzten, die Angriffe der so offensivstarken Leverkusener zu unterbinden. Nachdem sich in den ersten paar Minuten andeutete, wer das Zepter in der Hand halten würde ging es auch so langsam los mit der Angriffsmaschinerie. Beispielsweise in Minute Zehn, als sich Toni Kroos mal probierte. Ein schneller Doppelpass in den Strafraum, von links scharf abgezogen ? Unger. Schön anzusehen war allerdings, wie dicht unsere Defensive stand, sodass es dem Bundesligisten keineswegs leicht gemacht wurde, sich einfach mal so Chancen zu erspielen. Aber die individuelle Klasse und die technische Überlegenheit zeigte sich zusehends. Wieder sieben Minuten später war es Gekas, welcher mit einem Kopfball nach präziser Flanke aufwartete, glücklicherweise strich der Ball über die Latte. Das sich dabei unsere Nulldreier nicht versteckten zeigte sich in der nächsten Szene: Nachdem Kilis Schussversuch in eine Ecke umgemünzt wurde, war es Alme Civa, welcher sich mit einem Kopfball an Nationalkeeper Adler versuchte. Ein deutliches Signal an alle im Rund, dass es nicht ausschließlich Einbahnstraßenfussball ist. Danach war jedoch erstmal wieder Leverkusen am marschieren. Zweimal scheiterte der etwas glücklose Gekas beim Abschluss, sonst wäre schon frühzeitiger Schlimmeres möglich gewesen. Und auch die letzte Chance im ersten Durchgang entstand durch die individuelle Klasse der Gäste: Nachdem Augusto nach starkem Solo und einem Doppelpass vor dem Kasten Ungers scheiterte war das aufatmen auf Seiten unserer Fans groß, denn man konnte sich mit einem 0:0 in die Halbzeit retten. Die Party auf den Rängen kam dann aber erst so richtig in Fahrt, schließlich hatte man dem haushohen Favouriten bereits eine Dreiviertelstunde standgehalten. So konnte es weitergehen.
Halbzeit Zwo begann dann auch mit dem altbewährten Match Gekas gegen Unger. Die Hereingabe von rechts lieferte Schwaab, Kießling lässt den Ball durch und der landet bei Gekas, welcher wiederum sofort abzieht. Tja und das Ende dieser kleinen Episode heißt mal wieder Marian Unger. Wir nennen ihn wegen solcher Heldentaten auch gern ?die Katze?: Völlig reflexartig war er mal wieder am Boden und konnte das Geschoss in höchster Not entschärfen und somit weiter die Spannung aufrecht erhalten. Parallel zum Spiel auf dem Platz wurde das Spiel auf den Rängen nun immer lauter. Besonders schön war das geschlossene und lautstarke Durchsingen der ganzen schönen Lieder, die uns seit Jahren in den Kopf eingebrannt wurden. Und nachdem Dojahn und Hartwig die wohl beste Babelsberger Möglichkeit produzierten brachen die Dämme in puncto Lautstärke. Unser Neuzugang mit der Nummer Elf flankte von rechts genau auf den Kopf von ?Jimmy?, allerdings segelte der Ball leicht rechts neben die Kiste von René Adler. Was sich jedenfalls in den folgenden dreißig letzten Spielminuten auf den Rängen tat war schon einzigartig. A sphere, a sphere, an atmosphere! Besinnungsloses durchsingen nahezu aller Beteiligten ? Prädikat Hexenkessel. Davor ziehe ich symbolisch den Hut! Vielleicht war es auch der Gesang, der Jupp Heynckes zum Wechsel veranlasste, man weiß es nicht. Sicherlich wird dies nicht der ausschlaggebende Grund gewesen sein, dennoch sollte der Gästetrainer noch ein As im Ärmel bzw. Auf der Bank haben. Er tauschte den couragierten, aber etwas glücklosen Gekas gegen den Neutzugang aus Basel, Derdiyok. Und exakt Bayer 04 Minuten später wurde dieser auch gleich zum Spielverderber. Im ersten Versuch fand er noch seinen Meister in Marian Unger, welcher das erste Geschoss noch abprallen lassen konnte, beim zweiten Versuch war unsere Nummer Eins dann doch geschlagen. Stramm und durch die Hosenträger hämmerte Heynckes' Joker die Murmel in die Maschen, 0:1. Was macht man da nun im Anschluss? Richtig ? singen und weiterkämpfen. Denn das taten unsere Nulldreier auf dem Platz wie auf den Rängen. Auch Dietmar Demuth reagierte im Angesicht des Rückstandes und brachte mit Frahn, Moritz und Kutschke nach und nach weitere offensive Akteure um nochmal alles zu probieren. Patti hatte auch noch zwei gute Szenen, besonders in der letzten nennenswerten Aktion des Spiels konnte er sich nochmal präsentieren. Allerdings konnte die scharfe Hereingabe von ihm durch Adler unterbunden werden, der heraneilende Kutschke stand jedenfalls in den Startlöchern. Und irgendwann in dem leidenschaftlichen Anrennen unserer Equipe und dem wunderbar lautstarken Gesang ertönte der Schlusspfiff im Karli durch den unauffälligen Schiri Hartmann.
Was der Party letztendlich auch keinen Abbruch tat, im Gegenteil. Frenetischer Applaus und ein würdiger Abgesang mit der Mannschaft rundete die starke kämpferische Leistung unserer Nulldreier ab. NullVier war im Endeffekt die überlegene Mannschaft, was angesichts des Klassenunterschiedes nicht groß verwundern dürfte. Dennoch hat man dem Bundesligisten, welcher sich das Ziel ?Europapokalqualifikation? auf die Fahnen geschrieben hat, über neunzig Minuten einiges abverlangt und zu keiner Zeit aufgesteckt, daher auch an dieser Stelle ein großes Kompliment an die Spieler. Abschließend bleiben viele schöne Erinnerungen in den Köpfen der Spieler und der Fans, beispielsweise das tolle Spiel, die 44 leeren Bierkisten im Fanladen, eine Spielberichtsüberschrift, die mir ein kurz angebundener, aber sehr freundlicher Jupp Heynckes abnahm, ein bisher verschollenes Spielberichtsgästebuch, welches durch die Nordkurve zirkulierte sowie Oeses erfolgreicher Attacke auf Rudi Völler, welche sich als Gespräch so darstelle:
?Herr Völler, haben sie nen Moment?"
"Na klar."
"Könnten sie hier reinschreiben?"
"Gerne."
"Na dann nochn schönes Spiel!"
Forza 03!
SV Babelsberg 03:
Unger, Danso-Weidlich, Surma, Civa, Laars, Prochnow (72. Moritz), Dojahn, Müller, Hartwig, Ergirdi (79. Kutschke), Kilicaslan (66. Frahn)
Bayer 04 Leverkusen:
Adler, Schwaab, Friedrich, Hyypiä, Reinartz, Kadlec, Augusto, Kroos (90. Zdebel), Barnetta, Kießling (83. Rolfes), Gekas (63. Derdiyok)
Tore: 0:1 Derdiyok (67.)
Gelb: Ergirdi, Frahn, Müller
Zuschauer: 6153 (davon etwa 400 Gäste)
rudiriot
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Vorbericht zur 1.Runde im DFB-Pokal 2009/10: SV Babelsberg 03 - SV Bayer 04 Leverkusen |
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31.07.2009 20:30 Uhr: Karl-Liebknecht-Stadion
Die Lage:
Der SV Babelsberg 03 erreichte in der vergangenen Saison durch einen sehr guten Saisonbeginn sein selbst gestecktes Ziel, sich einen Platz unter den besten 6 der Liga zu erspielen. Nach der sehr erfolgreichen Vorrunde wollte man dann natürlich auch aufsteigen, was mit der jungen Mannschaft am Ende vor allem an der fehlenden Durchschlagskraft im Sturm und teilweise fehlender Kreativität im Mittelfeld scheiterte.
Nun setzte das Trainergespann genau in dieser Problemzone an, und man verpflichtete mit Anton Müller aus Chemnitz, sowie Erkan Kilicaslan und Nicolas Hebisch vor allem Leute für die Offensive, die sich in den Vorbereitungsspielen auch bereits empfehlen konnten, aber zuletzt gegen die Zweitligavertretungen doch weitestgehend wirkungslos blieben. Zudem wurden mit Tobias Fransisco und Rico Eichstädt zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft rauf gezogen, die ebenfalls offensiv ausgerichtet sind. In der Defensive vertraut der Trainer auf die Stammkräfte der letzten Saison und man hat mit Onur Bayram ein hoffnungsvolles Talent verpflichten können.
Der Vorbereitung kann man positives wie negatives abgewinnen. Steht die Defensive nach wie vor gut, und zwar auch gegen höherklassige Mannschaften, so ist die Durchschlagskraft im Sturm nach wie vor noch nicht vorhanden, auch wenn die spielerischen Ansätze im Mittelfeld schon eine Verbesserung zur letzten Saison zeigen. Noch befindet man sich aber nach 3 Wochen Training mitten im Aufbau und man kann nur hoffen, dass die Laufwege und das Passspiel bis zu den Pflichtspielen funktionieren, und die Stürmer ihre Ladehemmung verlieren. Die beiden torlosen Unentschieden gegen Union Berlin und Energie Cottbus machten aber dennoch Hoffnung, eine erfolgreiche neue Saison erleben zu können. Und vielleicht beginnt ja diese Saison mit einem Paukenschlag im DFB-Pokal.
Das Spiel:
Während Bayer 04 keines seiner Vorbereitungsspiele verlor (8 Siege in 9 Spielen bei 42:5 Toren), verpatzten die Nulldreier ihre Generalprobe in Ahlen, wenn bei einer knappen Niederlage gegen einen Zweitligisten von ?verpatzen? überhaupt die Rede sein kann. Zudem weiß man ja, was man über Generalproben so sagt.
Im DFB-Pokal wird man gegen die Leverkusener Profis sicherlich nicht allzu viele Chancen bekommen. Man wird mit einer stark defensiven Ausrichtung der Babelsberger rechnen müssen, um mit alt bewährter Taktik, also 2 Sechsern vor der Abwehr, das Kombinationsspiel der 04er zu zerstören, und möglichst eigene Nadelstiche nach vorn zu setzen. Gerade mit Hinblick auf die voraussichtlich große Zuschauerkulisse sollte eine defensiv taktisch clevere, aber auch offensiv mutige Spielweise, den ein oder anderen Zuschauer über dieses Pokalspiel hinaus ins Karli locken.
Am Freitag, den 31.Juli ist es um 20.30 Uhr also soweit. Mit dem SV Bayer 04 Leverkusen tritt eine absolute Spitzenmannschaft auf dem heiligen Rasen Babelsbergs an.
Der Gegner:
Die Vereinsgeschichte:
Am 1.Juli 1904 wurde einer der frühesten deutschen Werkssportvereine, der Turn- und Spielverein der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co (abgekürzt TuS 04), ins Leben gerufen. Am 31.05. 1907 nahm dann die die TuS 04 auch eine erste Fußballriege in den Verein auf. 1923 bestand jedoch die konservative Deutsche Turnerschaft auf die Trennung von Turnen und Sport, und so spaltete sich von der TuS 04 die Fußballriege ab, und es gründete sich die Sportvereinigung Bayer 04 Leverkusen. In den 30er Jahren spielte mit man in der 1.Kölner Bezirksliga und ab 1936 lief man erstmals mit dem Bayer-Kreuz auf den Trikots auf. Auf der Platzanlage ?Am Stadtpark? war während des 2.Weltkriegs nicht an durchgängigen Spielbetrieb zu denken. Nach dem Krieg klopfte man bereits 1949 das erste Mal an das Tor zur Erstklassigkeit, aber man unterlag in 2 Aufstiegsspielen dem 1.FC Köln. Noch im selben Jahr entschied man sich auf der Mitgliederversammlung für die Einführung des bezahlten Fußballs und reihte sich in die 2.Division der Oberliga West ein. Nach dem Aufstieg in die Oberliga West, damals höchste deutsche Spielklasse, folgte Ende der 50er Jahre der Abstieg in die 2.Liga, aber parallel erfolgte der Neubau des Ulrich-Haberland-Stadions, welches im Jahr 1958 eingeweiht wurde. Die 60er und 70er Jahre waren geprägt von Aufstiegen und Abstiegen, zwischen Regionalliga, Verbandsliga und 2.Liga. Im Jahr 1979 war es dann soweit. Man stieg in die 1.Bundesliga auf, wo ein gewisser Dietmar Demuth beim 1:3 gegen den FC Bayern München das allererste Tor in der Bundesligageschichte des Vereins erzielte.
Nach der Wiedervereinigung mit dem TuS 04 zum neuen Großverein TSV Bayer 04 Leverkusen e.V. im Jahr 1984 erreichten die Fußballer erstmals im Jahr 1986 den Uefa-Cup, den man zwei Jahre später unter Erich Ribbeck auch gewann. Damals holte man im Finale gegen Espanol Barcelona einen 0:3 Rückstand aus dem Hinspiel noch auf und gewann im Elfmeterschießen. Die 90er Jahre waren mit einigen ostdeutschen Spielern, wie Ulf Kirsten oder Andreas Thom sehr wechselhaft. Neben dem Gewinn des DFB-Pokals 1993 spielte man auch 1-2 Mal gegen den Abstieg und konnte ihn 1996 nur knapp verhindern. 1998 wurde mit der Gründung der Bayer 04 Leverkusen GmbH ein Grundpfeiler der Professionalisierung des Bundesligafußballs im Verein geschaffen. Das neue Jahrtausend begann wohl für viele Leverkusener Fans mit einer der besten wie traurigsten Spielzeiten der Vereinsgeschichte. Nachdem man in der Vorsaison schon in Unterhaching die sicher geglaubte Meisterschaft verspielte, blieb man in der Saison 2001/02 sowohl in Meisterschaft wie DFB-Pokal als auch der ChampionsLeague nur zweiter Sieger. Manch einen gegnerischen Fan brachte das dazu, den Verein als ?Vizekusen? zu verspotten, aber Mannschaft, Trainer und Verein spielten sich wohl in dieser Saison erstmals richtig in die Herzen vieler Fußballfans in ganz Deutschland und Europa. In den letzten Jahren wechselten Erfolg und Misserfolg genauso oft wie der Trainerposten. Neben Klaus Augenthaler, versuchten es Rudi Völler oder Michael Skibbe und zuletzt Bruno Labbadia. Nun versucht man mit dem erfahrenen und als Spieler und Trainer sehr erfolgreichen Jupp Heynckes ein neues erfolgreiches Kapitel in der Vereinsgeschichte aufzuschlagen.
Die Mannschaft: In der vergangenen Saison verpasste die Werkself sowohl als Tabellenneunter der 1. Bundesliga als auch durch eine knappe Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Werder Bremen den Einzug in den internationalen Wettbewerb.
Im Anschluss an die letzte Saison wurde das Team vom Verletzungspech verfolgt, als sich die Nationalspieler und Stammkräfte Patrick Helmes und Simon Rolfes verletzt haben. Während sich Rolfes nach Innenminiskus-OP bereits wieder im Mannschaftstraining befindet, wird Helmes nach Kreuzbandriss die gesamte Hinrunde ausfallen. Auch Lukas Sinkiewicz ist nach Muskelfaserriss noch nicht wieder voll auf dem Posten. Gute Besserung von dieser Stelle! Trotz allem braucht sich dieses Team wohl kaum über fehlende individuelle Klasse zu beschweren. Mit Sami Hyypiä holte man erst vor wenigen Tagen direkt vom Mersey einen erfahrenen ChampionsLeague-Sieger für die Innenverteidigung, und im Angriff verpflichtete man mit Theofanis Gekas und Eren Derdiyok durchschlagskräftige Leute, von denen einer wohl neben Stefan Kießling in Babelsberg auflaufen wird. Das Mittelfeld beherrschten in der Vorbereitung die jungen Wilden. Toni Kroos als auch Gonzalo Castro, Tranquillo Barnetta oder Renato Augusto stehen für das schnelle Umschalten und Passspiel, welches mit dem neuen Cheftrainer Jupp Heynckes nun auch noch effektiver gestaltet werden soll. Damit kann man dann auch gerne ab Anfang August beginnen. Für den am Freitag möglicherweise noch nicht fitten Rolfes wird vermutlich der junge Stefan Reinartz auf der Sechserposition eingesetzt, der sich in den Vorbereitungsspielen dem Trainer durch gute Leistungen angeboten hat. Überhaupt wird in Babelsberg wohl ein sehr junges Team auflaufen, in dem nur Gekas und die Spieler in der Innenverteidigung mit Manuel Friedrich und Hyypiä älter als 25 Jahre alt sind. Aber das sieht ja bei unseren Nulldreiern nicht groß anders aus.
Leider werden wir ?Schnix? aus Jena nicht mehr auf dem Rasen des Karl-Liebknecht-Stadions bewundern dürfen, da jener Bernd Schneider aus gesundheitlichen Gründen seine Karriere beenden musste. Nicht nur die Leverkusener Fans werden ihn sehr vermissen.
Der Trainer: Jupp Heynckes ? als Spieler gewann er alles was es national und international zu gewinnen gab. Als Trainer führte er die Bayern 2 Mal zum Meistertitel, sowie die Königlichen aus Madrid zum Champions-League-Triumph.
Die taktische Ausrichtung: sehr offensives 4-4-2 System mit Raute im Mittelfeld
Das Saisonziel: Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe
Die letzten Testspiele:
24.07.2009 SV Bayer 04 Leverkusen ? SC Freiburg 2:1 (1:0)
25.07.2009 SV Bayer 04 Leverkusen ? Bahlinger SC 5:0 (1:0)
Tabellenposition: ---/ erstes Punktspiel am 08.08.2009 gegen den FSV Mainz 05
Die Vereinsanschrift: Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH , Bismarckstr. 122-124 , 51373 Leverkusen ; Telefon: 0214 ? 8660 0
Die Internet-Seite: http://www.bayer04.de
Die Vereinsfarben: Rot-Schwarz
Die letzten direkten Punktspielvergleiche:
Regionalliga Nord Saison 2002/03
13.09.2002 SV Bayer 04 Leverkusen II ? SV Babelsberg 03 5:1 (3:1);
Tor: 1:0 Dzaka (20.), 2:0 Dogan (27.), 3:0 Schoof (29.), 3:1 Röver (41.), 4:1 Dzaka (73.), 5:1 Schoof (87.) ; Zuschauer: 300
04.04.2003 SV Babelsberg 03 - SV Bayer 04 Leverkusen II 1:1 (0:0);
Tore: 0:1 Shahin (49.), 1:1 Chalaskiewicz (70.); Zuschauer: 2.200
Das Fazit:
Die Mannschaft vom Rhein kommt als haushoher Favorit ins Karl-Liebknecht-Stadion. Es wird abzuwarten sein, ob die Defensive einer Regionalligamannschaft dem Offensivgeist dieser spielerisch starken Truppe aus Leverkusen etwas entgegen zu setzen hat, und man möglicherweise sogar die Sensation schafft, den Bundesligisten aus dem Wettbewerb zu befördern. Ganz chancenlos ist man bei der bisher gut funktionierenden Defensive nicht, und man sollte den Mut beweisen, gezielte Nadelstiche in die in der vergangenen Saison auch nicht immer sattelfeste Abwehr der Gäste zu setzen. Viel wird davon abhängen, wie sich das neu formierte Mittelfeld der Nulldreier präsentieren wird. In jedem Fall ist ein stimmungsvolles Spiel auf dem Platz und den Rängen garantiert. Hoffentlich beweisen beide Fangruppen ihre Kreativität und tragen dazu bei, dieses Fußballfest zu einem unvergesslichen Abend zu machen.
Fußballgott
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