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Spieltag: Saison:



 VfL Wolfsburg II - SV Babelsberg 03 0:0



Wir haben Unger, Hunger und Durst

Es ist Samstag, ich stehe im Jahnsportpark neben meinem Freund lepetit, der sich natürlich noch erinnerte, dass ich ihm ein Essen schulde (Wettschulden sind Ehrenschulden...aber mal im Ernst, Marco Vorbeck sieht doch aus wie ein Schwede, oder) und ich versuche, das Thema sofort umzulenken: „Wie fährst Du Mittwoch nach Wolfsburg?“- „Puh, weiß gar nicht, ob ich fahre“ – „Alles klar, ich bin dabei und frag gleich noch Henner und Perle“. Soweit so gut. Montag morgen reichte ich dann Urlaub ein...zwei Stunden später kam die Antwort vom Chef: ABGELEHNT. Wie watt...hä? Ich hatte dies doch schon angekündigt (siehe Spielbericht Meuselwitz)...hitzige Diskussionen und das Erklären der Notwendigkeit, unbedingt unter der Woche das schöne Wolfsburg zu besuchen, später kam das „ok“ für nen halben Tag frei...besser als nix. Dienstag rief ich dann oben erwähnten lepetit an: „Du, kann meine reizende Karli-Charts Assistentin katja lost her schuh auch mitkommen?“ – „Ne Du, Auto ist voll“ – „Hö? Du, ich Henner, Perle, sind doch noch drei freie Plätze im Transporter übrig“ – „Watt? Perle? Den hab ich ja komplett vergessen, ich hab jetzt noch anderen Bescheid gegeben.......hmmm...was machen wir denn da? Na denn sag mal katja lost her schuh zu, sitzt Du eben auf der Fahrt auf meinem Schoß, nackt?. Ein Traum wurde war und um die Geschichte jetzt zu beenden, mit zwei Autos ging es dann halbwegs pünktlich auf nach Westen. Passend hatte Perle Autokarten dabei und so verging die Fahrt wie im Fluge und man stand vor dem grauen Klotz namens VFL-Stadion. Die Kontrolle gestaltete sich als recht langwierig, einzigartig bisher auch die Tatsache, dass für Sachen, die nicht ins Stadion genommen werden durften, ein Obolus von 2 Euro für die Aufbewahrung verlangt wurde. Der Versuch des VHM, Ulli dort abzugeben, schlug aus Kapazitätsgründen unverständlicherweise fehl.

Naja, ich war neben ca. 150 anderen Nulldreiern dann endlich im Stadion und verpasste die erste Gelegenheit von Müller in Minute drei. Nulldrei spielte in der Anfangszeit ordentlich mit und versuchte mit hohen Bällen, die Wolfsburger Hintermannschaft in Verlegenheit zu bringen. Eine Viertelstunde war vorüber, als Frahn ein Laufduell gewinnt, dann aber im Gesicht von einer Wolfsburger Hand getroffen wird und zu Boden geht, nach einem kurzen Meckerintermezzo und gelb für Hitz ging es dann weiter. Ergirdi setzt sich in der 22. gut auf der rechten Seite durch, seine schön getimte Flanke kann aber rausgeköpft werden. Jo, viel mehr gibt es auch nicht aus der ersten Hälfte zu berichten, die der Bundeslüscher wie folgt zusammenfasste:
Abwehr: bis auf wenige Aussetzer souverän
Mittelfeld: gewohnt zuverlässig, Müller guter Cicaersatz, Ergirdi stark, Moritz bemüht
Sturm: ok

Zur zweiten Hälfte wurde es etwas frischer, allerdings nicht, was das Spiel der Nulldreier betraf. Nett wie ich bin, gab ich lepetit meine Jacke, stand er doch weiterhin nackt im Rund. Babelsberg wurde sofort in die Defensive gedrängt, eine Ecke in der 51. Minute wird knapp verpasst. Ab der 60. Minute dann ein einziger Sturmlauf der jungen Wölfe. Zuerst war es noch ein Fernschuss aus 17 Metern, welcher knapp über das Tor von Unger ging, kurz darauf musste unsere Nummer Eins mehrfach Paradebeispiele liefern: ein Konter über mehrere Stationen, bei dem unsere Abwehr alles andere als gut aussah, wird mit einem Schuss abgeschlossen, Unger pariert aus fünf Metern, Könnecke bekommt das Leder vor die Füße und Unger steht bzw. liegt noch mal richtig und kann zur Ecke klären. Und es ging weiter in Richtung Babelsberger Kasten: Kreuels legt sich in der 66. den Ball zum Freistoß zurecht, Unger pariert in Weltklassemanier zur Ecke. Diese wurde wieder brandgefährlich, den Kopfball von Klos kann er in letzter Zehntelsekunde über die Latte lenken.
Wolfsburg auch in der Folgezeit am Drücker, Babelsbergs konnte nichts Wirkungsvolles entgegensetzen. Dann die erschreckenden Nachricht aus den Reihen der Fans in der 75. Minute: Wurst ist alle, Bier ist alle. Na toll. Alle war dann auch der Platz auf meiner Wurstpappe, auf der ich mir Notizen machte, glücklicherweise passierte auch nicht mehr viel und schlussendlich kann man sagen, dass sich der Spitzenreiter bei Marian Unger bedanken darf, dass er weiterhin mit gleichem Abstand am Anfang der Tabelle steht, da Halle bei Hertha II in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierte. Nulldrei ist zwar seit 20 Spielen ungeschlagen, allerdings wurde anscheinend auch das Toreschießen in der Winterpause verlernt. Hoffen wir, dass dies gegen die Amateure aus Rostock am Sonntag anders ist.

Die Rückfahrt ist schnell erzählt: Ich lehnte mich an die Blondine neben mir, sabberte ihr sicherlich etwas auf die Schulter und wachte erst in Michendorf wieder auf und hatte vom Aufstieg geträumt. Jungs, macht diesen Traum wahr, ihr habt es in der Hand.

Wolfsburg: Hitz - Ahlschwede, Reiche, Karimow, Wolze, Evljuskin (46. Riemer), Yilmaz, Kreuels, Esswein (78. Gogia), Klos (84. Polter), Könnecke

Babelsberg: Unger – Weidlich, Laars, Surma, Rudolph, Prochnow (67. Hartwig), A. Müller, Ergirdi, Moritz (58. Kocer), Frahn (69. Kutschke), Hebisch

Gelb: Kreuels, Wolze, Polter, Hitz – Rudolph

Babelsberger: 150

Besucher: 407

Oese



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 Vorbericht zum 20. Spieltag: VfL Wolfsburg II - SV Babelsberg 03

31.03.2010 19:00 Uhr: VfL Stadion am Elsterweg

Die Lage:
Das Wochenende der brisanten Topspiele liegt hinter der Regionalliga Nord, ohne dass sich die Tabellensituation wesentlich verändert hätte. Verlierer des Spieltages war die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg, die gegen den Chemnitzer FC mit 0:1 unterlag. Dennoch liegen die Autostädter ebenso wie die Westsachsen weiterhin aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Gleiches gilt auch für den Halleschen FC, der das traditionsreiche Sachsen-Anhalt-Derby beim 1.FC Magdeburg erwartungsgemäß für sich entscheiden konnte. Die Elbestädter dagegen sind inzwischen einmal mehr "die Enttäuschung der Saison". Unsere Mannschaft siegte derweil beim Abstiegskandidaten Türkiyemspor mit 1:0, ohne allerdings auch nur ansatzweise überzeugen zu können. Trainer Demuth, der seiner Elf eine "grottenschlechte" Leistung attestierte, konnte ausschließlich mit dem Ergebnis zufrieden sein. Was bleibt, ist die Hoffnung auf deutliche Steigerungen, sonst dürfte die Tabellenführung bald Geschichte sein, denn insbesondere die Konkurrenz aus Halle und Chemnitz hat längst "Blut geleckt".

Das Spiel:
Am Mittwochabend (Anstoß 19:00 Uhr) bestreitet unsere Mannschaft ihr Nachholspiel des 20. Spieltages im VfL Stadion in Wolfsburg. Für die zweite Mannschaft des VfL ist die Begegnung das Spiel des Jahres, in dem nach der Niederlage gegen Chemnitz nur ein Sieg zählt, um die Aufstiegschancen zu erhalten. Unsere Elf sollte sich auf einen ganz "heißen Tanz" einstellen und wird sich im Vergleich zum Sonnabend unbedingt erheblich steigern müssen, wenn sie in der Autostadt nicht unter "die Räder" kommen will.

Die Stadt:
Wolfsburg hat etwa 120.000 Einwohner und ist ein kreisfreies Oberzentrum im Bundesland Niedersachsen sowie der Sitz des Volkswagen Konzerns. 1938 wurde die Stadt zur Produktion des Volkswagens nahe der kleinen Gemeinde Fallersleben und des Gutes Wolfsburg gegründet und trug bis 1945 den kuriosen Namen "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben". Mit der Planung der neuen Stadt und der Leitung des Stadtbaubüros wurde der junge Architekt Peter Koller beauftragt. Koller konzipierte die "Reißbrettstadt" so, dass Lebensbereich, Wohnen und Freizeit einschließlich Verwaltung und Versorgung ganz vom Arbeitsbereich getrennt wurden. Der Mittellandkanal sollte von Ost nach West die Trennungslinie ziehen. Nördlich entstand die Fabrik, und südlich sollten sich die einzelnen Stadtteile um die Hügel der Landschaft legen. Im zweiten Weltkrieg diente das neugebaute Autowerk vor allem der Rüstungsproduktion und wurde 1945 durch alliierte Luftangriffe zu zwei Dritteln zerstört. Nach dem Krieg erfolgte der Wiederaufbau des Werkes und die Umbenennung der Stadt in Wolfsburg. Im Stadtbild herrscht naturgemäß die Moderne vor, historische Bauten finden sich nur vereinzelt. Die romanisch-frühgotische St.-Annen-Kirche (13. Jh.) der 1938 aufgelösten Gemeinde Heßlingen gehört zu den ältesten Bauwerken Wolfsburgs und befindet sich in unmittelbarer Nähe des VfL-Stadions. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt dürfte aber die nördlich des Mittellandkanals liegende Autostadt sein, deren komplexer Themenpark den VW-Firmenhauptsitz repräsentiert. Teile des Werksgeländes können mit einer Bahn im Rahmen einer 40-minütigen Werksführung besichtigt werden.
Tourist-Information Wolfsburg - Telefon: 05361/ 1 24 66

Der Gegner:
Die Mannschaft: Hörte man sich vor Saisonbeginn unter den Kennern der Regionalliga um, so wurden als Aufstiegskandidaten immer wieder der 1.FC Magdeburg und der Hallesche FC genannt, seltener der Chemnitzer FC und der SV Babelsberg 03. Fast immer war dann aber auch von der Reserve des amtierenden Deutschen Meisters, des VfL Wolfsburg die Rede. Personell enorm verstärkt, sollten und sollen die jungen Wölfe den Sprung in die dritte Liga schaffen, um den sportlichen Abstand zum Profikader zu verringern. Bis zur Winterpause lief es für die spielerisch stärkste Mannschaft der Liga auch richtig gut. Nur 2 Niederlagen (1:3 in Magdeburg und überraschend 0:1 bei St. Pauli II) mussten die Niedersachsen einstecken und im heimischen Stadion standen sogar 8 Siege und 2 Unentschieden - ohne Niederlage - zu Buche. Die Bilanz im Jahr 2010 sieht dagegen etwas durchwachsener aus. In Hannover gab es zum Auftakt eine 0:3 Niederlage und seit dem vergangenen Wochenende (0:1 gegen den CFC) ist auch die Heimbilanz nicht mehr ganz so makellos. Dazwischen wurden bei Hertha II und in Wilhelmshaven allerdings die erwarteten Auswärtssiege eingefahren. Insgesamt bedeutet dies nach 22 Spielen Platz 4 mit 10 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer aus Babelsberg (bereits 24 Spiele). Im Karli trennten sich beide Teams am 3. Spieltag 0:0, wobei die Wölfe vor der Pause spielerisch dominierten, nach dem Wechsel von einer leidenschaftlich kämpfenden Nulldrei-Elf aber gehörig unter Druck gesetzt wurden. Am Ende stand eine leistungsgerechte Punkteteilung mit der beide Teams auch gut leben konnten. Nach der Entlassung von Armin Veh übernahm Lorenz-Günther Köstner im Januar das Training der Bundesliga-Elf. Neuer Trainer der U23 wurde Alexander Strehmel. Vor dem Rückspiel wäre unsere Elf mit einem erneuten Remis sicherlich sehr zufrieden, während man in Wolfsburg - gerade nach der Niederlage gegen Chemnitz - voll auf Sieg setzt. Für das Spiel am Mittwoch steht dem neuen Trainer ein sehr ausgeglichener, enorm spielstarker Kader zur Verfügung, aus dem Torjäger Mike Könnecke (schon 13 Saisontreffer) herausragt. Wenn also in Wolfsburg ein Punkt geholt werden soll, muss es unserer Abwehr unbedingt gelingen, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Daneben sind taktische Disziplin und leidenschaftlicher Einsatz gegen spielerisch überlegene Gegner die Schlüssel zum Erfolg. Insbesondere das Wolfsburger Mittelfeld mit Yilmaz, Riemer, Evljuskin und Esswein darf keinen Raum zur Entfaltung erhalten.
Der Trainer: Alexander Strehmel
Die taktische Ausrichtung: 4-4-2 System
Das Saisonziel: Aufstieg in die 3. Liga
Die letzten Spiele:
19. Spieltag SV Wilhelmshaven - VfL Wolfburg II 0:1 (0:0);
Tor: 0:1 Klos (76.); Zuschauer: 350
26. Spieltag VfL Wolfburg II - Chemnitzer FC 0:1 (0:0);
Tor: 0:1 Jansen (63.); Zuschauer: 230
Die Tabellenposition: Platz 4 mit 44 Punkten aus 22 Spielen

Die Anreise mit dem Fanbus des CoolK-Auswärtsfahrten-Projektes:
Abfahrt: 16:00 Uhr (pünktlich) vom Lutherplatz in Babelsberg
Fahrpreis: 14,- Euro
Bitte vorher per e-mail an auswaertsfahrten03@gmx.de anmelden!

Die Anreise mit dem Auto:
Autobahn A10 (südlicher Berliner Ring) Richtung Magdeburg - Autobahndreieck Werder auf die A2 in Richtung Magdeburg / Hannover wechseln - immer weiter auf der A2 Richtung an Magdeburg und Helmstedt vorbei Richtung Braunschweig - am AK Wolfsburg/Königslutter auf die A39 Richtung Wolfsburg wechseln - an der Anschlussstelle Wolfsburg West die Autobahn verlassen und auf der Heinrich-Nordhoff-Straße in die Stadt fahren - in Wolfsburg hinter der Unterführung links abbiegen und auf der Berliner Brücke den Mittellandkanal überqueren - 2.300 Parkplätze am Allerpark. Das VfL-Stadion befindet sich auf der anderen Seite des Mittellandkanals (bei der Anreise hinter der Unterführung rechts), dort gibt es aber kaum Parkmöglichkeiten.

Fahrdauer: etwa 2 Stunden und 5 Minuten

Die Anreise mit der Bahn: (Nicht empfehlenswert, da Rückreise problematisch!)
Abfahrt: 14:38 Uhr von Potsdam Hauptbahnhof (Gleis 3)
mit dem Regionalexpress Richtung Magdeburg Hauptbahnhof
bis Magdeburg Hauptbahnhof, Ankunft 15:53 Uhr
weiter
16:08 Uhr von Magdeburg Hauptbahnhof (Gleis 1)
mit der Regionalbahn Richtung Wittenberge
bis Stendal, Ankunft 16:56 Uhr
weiter
17:06 Uhr von Stendal (Gleis 2)
mit der Regionalbahn Richtung Braunschweig Hauptbahnhof
Ankunft: Wolfsburg Hauptbahnhof - 18:09 Uhr

Vom Bahnhof sind es dann noch etwa 15 Minuten Fußweg bis zum VfL-Stadion (Fußgänger-Unterführung).
Achtung: Die Rückfahrt muss bereits 20:50 Uhr ab Wolfsburg Hauptbahnhof mit der Regionalbahn nach Stendal erfolgen - Umsteigen in Stendal, Rathenow, Berlin. Ankunft in Potsdam Hauptbahnhof ca. 00:45 Uhr

Das Hinspiel:
22.08.2009 SV Babelsberg 03 - VfL Wolfsburg II 0:0 (0:0);
Zuschauer: 1.114
..:: Spielbericht von Jens ::..

Das Fazit:
Die Partie am Mittwochabend ist ein absolutes Spitzenspiel. Die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg gehört zu den spiel- und heimstärksten Teams der Regionalliga und strebt mit Macht den Aufstieg in die 3. Liga an. Unschlagbar sind die jungen Wölfe zwar auch nicht, aber im Vergleich zum Türkiyemspor-Spiel wird sich unsere Mannschaft schon ganz erheblich steigern müssen, wenn sie mindestens einen Zähler aus der Autostadt mitbringen will.

stegro

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