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1. Spieltag: SV Babelsberg 03 - VfB Lübeck 1:0 |






Sommerpause ade ? endlich!
Nach einer etwas unbefriedigenden vergangenen Saison rollte der Ball wieder. Neue Hoffnung, neues Glück!
Und das gegen Lübeck. Die Lübecker Fans haben in den letzten Monaten viel durch machen müssen, steht ihr Verein doch mitten im Insolvenzverfahren. Dementsprechend jung kam deren Mannschaft daher, mit einer guten Vorbereitung im Rücken. Vom Papier her war Babelsberg Favorit. Aber, was heißt das schon zu Saisonbeginn?
Schließlich galt es auch in unserer Mannschaft 11 neue Spieler zu integrieren, von denen heute 6 gleich zu Beginn auf dem Platz standen. Das System wurde umgestellt und wie auch schon gegen Mainz, sah man ein 4-2-3-1, was sich aber genauso als 4-2-1-3 interpretieren lässt. Zwei von sicher mehreren neuen Varianten.
Hatte man gegen Mainz noch nichts zu verlieren, lastete vor diesem Spiel klar eine gewisse Erwartungshaltung der Babelsberger Fans auf den Spielern. Zum Spiel.
Babelsberg kam raus und begann gleich druckvoll klar zu machen, wer hier die Schlüssel für das Stadion in der Hand hält. Man hatte den Gegner von Beginn an im Griff ohne direkte Gefahr auf deren Tor auszustrahlen. Die erste nennenswerte Chance hatte Lange nach ca. 10 min mit dem Kopf, als er eine Flanke Ergidi?s am Gehäuse vorbei setzte. 3 Minuten später schossen die Lübecker in Person von Jakob Sachs das erste Mal aus gut 20m auf das, von Marian Unger bewachte, Tor, letztlich gut 1m vorbei.
Nach einer Viertelstunde tauschten Jimmy und Daniel Frahn die Seiten, was leider nicht die ganz großen Verbesserungen mit sich brachte. Die Lübecker schienen das System gut gegen Mainz studiert zu haben. Jedenfalls nahmen sie unseren beiden Außenbahnen immer wieder gut den Wind aus den Segeln. Darunter litt der Spielaufbau merklich, eine Bindung der beiden 6er zu Ergirdi kam nicht zustande und so fand das Mittelfeld quasi phasenweise nicht statt. Nicht unbedingt schön, aber durch den Neuaufbau der Mannschaft alles andere als ungewöhnlich.
In der 26. Minute dann der schönste Moment des Spiels ? Frahn probiert mit dem Ball in den Strafraum zu gehen, verliert den Ball und irgendwie gerät dieser in die Schussbahn des heranrauschenden ?Jule?. Prochnow zieht direkt ab und der Ball geht an einer unsichtbaren Schnur, erst gebremst durch das Tornetz, direkt in den Dreiangel. Yeah, Auftakt nach Maß!
Eine Minute nach Wiederanpfiff eine Chance für die Norddeutschen. Gebers trifft eine Hereingabe Koep?s im Fallen nicht richtig und so geht der Ball knapp vorbei. Lübeck erhöhte jetzt das Tempo zeitweise, aber gefährlich wurden sie nicht mehr wirklich in Hälfte eins. Lange wurde noch einmal im Lübecker Strafraum von den Füßen geholt, die Schieris sahen jedoch keine Regelwidrigkeit. Dann nahm das Tempo wieder ab und die Spieler verabschiedeten sich in die Halbzeitpause.
Lübeck musste nun mehr machen fürs Spiel und nach einer Minute hatte sie gleich eine gute Gelegenheit. Marheineke schießt im Fallen nach einer Ecke, jedoch Ungers Fingerspitzen bewahren uns vor dem Ausgleich. In der 51. Minute wieder die Blau-Weißen. Jimmy und Frahni rennen auf der linken Seite 2 Abwehrspielern entgegen, Jimmy wird gestoppt, Frahn geht weiter, spielt im Strafraum Niemeyer aus und zieht mit links ab. Leider nur noch mit letzter Kraft und so kann Keeper Semghoun gerade so zur Ecke klären.
Im Gegenzug nach der Ecke schießt Thomas ohne Erfolg aus 20m auf Marian Ungers Kasten und in der 60. Minute verpasste Langes Kopfball nur um Haaresbreite den gegnerischen Kasten, nach Hereingabe des heute sehr stark spielenden Danso-Weidlich. Es ging jetzt hin und her. Aus gut 25 Metern probierte sich Lipke, dessen Ball kurz vor Marian Unger aufsetzte ? letzterer klärt zur Ecke. Erneut klären musste er in der 84. Minute als der eingewechselte Riddler aus 20 m nach einer Ecke direkt abzog. Hammerschuss und Hammerparade.
Lübeck drängte, kam aber zu keiner weiteren erwähnenswerten Chance. Hingegen hatte Babelsberg noch zwei vielversprechende Konter, die aber der Qualität meines Diktiergeräts zum Opfer fielen.
Was bleibt zu sagen:
Als Erstes wurden ganz klar 3 immens wichtige Punkte eingefahren und ich hoffe, die Mannschaft arbeitet so weiter,denn dann werden wir auch in zwei, drei Spielen die erhoffte Qualität zu Gesicht bekommen.
Es bleibt also weiterhin viel zu tun und ich möchte noch einmal sinngemäß an die Worte unseres Kapitäns a. D., Patrick Moritz, erinnern; ?die Mannschaft brauch Zeit, sich einzuspielen??
Nulldrei: Unger ? Danso-Weidlich, Laars, Surma, Kolm(76. J. Oumari) - Civa, Prochnow ? Hartwig(54 H. Oumari), Ergirdi, Frahn(82. Moritz) - Lange
VfB Lübeck: Semghoun ? Koep, Wehrendt, Neumann, Thomas(64. Kolodzick), Gebers, Sachs, Lipke(82. Nodop), Henning(71. Riddler), Niemeyer, Marheineke
Tore: 1:0 Julian Prochnow
Gelbe Karten: Civa, Ergirdi, Lange - Niemeyer, Kolodzick, Neumann
Gelb-Rot: Kolodzick
Zuschauer: 1478 (ca. 120)
Schiedsrichter: Rene Hammer
Besucher: 1.488 ruppi
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Vorbericht zum 01. Spieltag: SV Babelsberg 03 - VfB Lübeck |
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16.08.2008 14:00 Uhr: Karl-Liebknecht-Stadion
Die Lage: Es war ein wirklich gelungener DFB-Pokal-Nachmittag am vergangenen Sonnabend im Karl-Liebknecht-Stadion. Letztendlich behielt der 1. FSV Mainz 05 knapp, aber nicht unverdient, mit 2:1 nach Verlängerung die Oberhand und zog in die zweite Runde ein. Dennoch war es eine sowohl kämpferisch wie auch spielerisch absolut bemerkenswerte Leistung unserer Mannschaft, die den hohen Favoriten mehrmals kräftig in Bedrängnis bringen konnte. Entsprechend begeistert waren die offiziell 3.399 Zuschauer - so stellt man sich Fußball in Babelsberg vor. Diesen Schwung gilt es nun in die Regionalliga mitzunehmen, in der zahlreiche attraktive, aber auch starke Gegner auf das Team von Dietmar Demuth warten. Prognosen für die neue Spielzeit sind nur sehr schwer zu stellen, da die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Mannschaften nur sehr gering sein werden. Neben einem guten Saisonstart wäre es von großer Bedeutung, wenn unsere Mannschaft mit zahlreichen Zuschauern im Rücken zu alter Heimstärke zurückfinden könnte.
Das Spiel:
Nach den beiden erfreulichen Auftritten in den Pokalwettbewerben beginnt für unsere Mannschaft am Sonnabend (14:00 Uhr) gegen den VfB Lübeck der Ernst des Regionalligaalltages. In dieser höchstwahrscheinlich sehr ausgeglichen besetzten Spielklasse wäre ein erfolgreicher Start im heimischen Stadion für den weiteren Saisonverlauf von sehr großer Bedeutung.
Der Gegner:
Die Vereinsgeschichte: Als erster Vorgänger des heutigen Vereins für Bewegungsspiele (VfB) Lübeck wurde am 1. April 1919 der Ballsportverein Vorwärts 1919 Lübeck gegründet. 1921 kam es zur Gründung des zweiten Vorläufervereins, der Sportgemeinschaft Polizei Lübeck. Während der Arbeiterverein BSV 1933 verboten wurde, spielte der Polizei-Sportverein Lübeck bis 1945 in der Gauliga. Nachdem 1945 unter britischer Besatzung der Polizei-Sportverein aufgelöst wurde, kam es zur Gründung des VfB Lübeck, der ab 1947/48 in der Oberliga Nord spielte. Mehrmals stieg der VfB aus dieser höchsten Spielklasse ab, kehrte aber immer wieder zurück. Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, musste der VfB allerdings Hamburger SV, SV Werder Bremen und TSV Eintracht Braunschweig den Vortritt lassen. 1969 nahm die Mannschaft unter Trainer Kurt Krause an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil, blieb dort aber erfolglos. 1995 stieg der VfB Lübeck als Meister der Regionalliga Nord erstmals in die 2. Bundesliga auf. Einmal gelang der Klassenerhalt, dann musste der VfB allerdings wieder absteigen. 2002 wurde nach einer dramatischen Saison erneut der Aufstieg geschafft, allerdings war die 2. Bundesliga wieder nur für 2 Jahre in Lübeck zu Gast. 2004 erreichte der VfB sensationell das Halbfinale im DFB-Pokal und unterlag äußerst unglücklich mit 2:3 n.V. gegen Werder Bremen. Nachdem 2006 und 2007 die angestrebte Rückkehr in die 2. Liga nicht realisiert werden konnte, geriet der Verein 2008 in finanzielle Schieflage und verpasste auch sportlich die 3. Liga. Da das Insolvenzverfahren aber rechtzeitig eröffnet wurde, konnten zumindest alle Voraussetzungen für den Regionalligaspielbetrieb 2008/09 geschaffen werden. Insgesamt hat der Verein derzeit etwa 1.000 Mitglieder, die in den Sportarten Badminton, Damengymnastik, Fußball, Handball und Tischtennis sehr erfolgreich aktiv sind.
Die Mannschaft: Priorität hat in Lübeck derzeit eindeutig die Tilgung der Altschulden über das laufende Insolvenzverfahren. Viel Geld stand dem neuen Cheftrainer Hans-Peter Schubert (bisher Assistent von Uwe Fuchs) folglich auch nicht zur Verfügung, um eine regionalligataugliche, neue Mannschaft zusammenzustellen. Fast alle Spieler die "Rang und Namen" hatten, verließen den Verein nach Bekanntwerden der großen finanziellen Probleme und so musste der VfB notgedrungen bereits die vergangene Saison mit einer jungen Mannschaft zu Ende bringen. Dabei gelangen durchaus bereits erste Achtungserfolge, wie die Siege gegen Düsseldorf, in Emden, gegen unsere Mannschaft und in Essen. Zur neuen Saison wurden vor allem junge, talentierte Spieler aus der Region verpflichtet. Neumann und Semghoun kamen bespielsweise von Kickers Emden, Gebers aus Heeslingen, Sachs von Altona 93 und Helmke vom Lüneburger SK. Desweiteren rückten mehrere Akteure aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader. "Große Namen" sucht man im Team vergebens, aber der VfB Lübeck setzt ohnehin auf Teamgeist, Moral und eine gut eingespielte Mannschaft. Aus diesem Grund wurde in der Saisonvorbereitung eine ungewöhnlich große Anzahl von Testspielen -überwiegend erfolgreich- absolviert. Nach der schweren Verletzung (doppelter Kieferbruch), die sich Mittelfeldmann Hendrik Helmke in Testspiel gegen Hannover 96 II zuzog, kristallisiert sich für Sonnabend folgendes 4-4-2 System heraus: Im Tor wird der zuverlässige Neuzugang Nourreddine Semghoun stehen. Die bereits gut eingespielte Viererabwehrkette besteht aus Hendrik Koep, Timo Neumann, Moritz Marheineke und Dennis Wehrendt. Im Mittelfeld dürften nun voraussichtlich Hannes Niemeyer, Finn Thomas, Marcel Gebers und Benjamin Lipke beginnen, Jakob Sachs und Bastian Henning als Stürmer auflaufen. Als Alternative steht hier der junge Fabian Kolodzick zur Verfügung. Auch wenn der VfB Lübeck sicher nicht zu den Favoriten gehört, verstecken will er sich mit seiner jungen Mannschaft in der Regionalliga auf keinen Fall.
Der Trainer: Hans-Peter Schubert
Die taktische Ausrichtung: voraussichtlich 4-4-2
Das Saisonziel: Klassenerhalt
Die letzten Testspiele:
22.07.2008 VfB Lübeck - Hamburger SV 0:5 (0:2)
26.07.2008 Anker Wismar - VfB Lübeck 1:3 (1:3)
29.07.2008 SV Eichede - VfB Lübeck 0:3 (0:1)
30.07.2008 SV Kröpelin - VfB Lübeck 0:8 (0:3)
06.08.2008 SV Schackendorf - VfB Lübeck 0:15 (0:6)
09.08.2008 VfB Lübeck - Hannover 96 II 2:2 (1:1)
13.08.2008 TSV Pansdorf - VfB Lübeck 0:5 (0:3)
Die Tabellenposition: ---
Achtelfinale im Landespokal am 02.08.2008: Husumer SV - VfB Lübeck 0:3 (0:1);
Tore: 0:1 Neumann (41.), 0:2 Kolodzick (72.), 0:3 Kolodzick (88.); Zuschauer: 454
Die Vereinsanschrift: Verein für Bewegungsspiele Lübeck von 1919 e.V., Bei der Lohmühle 13, 23554 Lübeck; Telefon: 0451 / 48 47 20
Die Internet-Seite: http://www.vfb-luebeck.de
Die Vereinsfarben: Grün-Weiß
Die letzten direkten Punktspielvergleiche:
Regionalliga Nord Saison 2007/2008
03.11.2007 SV Babelsberg 03 - VfB Lübeck 1:0 (1:0);
Tor: 1:0 Frahn (36.); Zuschauer: 1.623
10.05.2008 VfB Lübeck - SV Babelsberg 03 1:0 (1:0);
Tor: 1:0 S. Müller (17.); Zuschauer: 2.231
Das Fazit:
In der sehr ausgeglichenen Liga wird viel auf den Saisonstart ankommen. Wenn es gelingt, den Schwung aus den beiden Pokalspielen mtzunehmen, sollte der VfB Lübeck im heimischen Stadion zu bezwingen sein.
stegro
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