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 teams :: erste [berichte]


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Spieltag: Saison:



 Vorbericht zum 02. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - SV Babelsberg 03

01.08.2010 14:00 Uhr: Brita-Arena

Die Lage:
"Ist die Nulldrei-Elf 2010/11 stärker als die der Vorsaison?" So lautete eine häufig gestellte Frage vor dem Spiel gegen den FC Bayern II. Selbst Insider taten sich nicht leicht mit der Antwort, rangen sich dann aber oft zu einem salomonischen "jedenfalls ist sie nicht schwächer" durch. Einerseits konnte der Abgang von Top-Torjäger Frahn nicht kompensiert werden, andererseits scheint Kader insbesondere in der Breite ausgeglichener und damit besser besetzt zu sein. Das Spiel gegen die Bayern-Reserve zeigte dann auch deutlich auf, dass unsere Elf am Beginn einer ganz schweren Saison steht - aber auch, dass sie mit disziplinierter, konzentrierter Spielweise auch gegen spielerisch deutlich überlegene Gegner nicht unbedingt ohne Chance sein muss. Die Abwehr steht bereits wieder sehr gut, es wird aber sehr darauf ankommen, dass die Konter zielstrebiger vorgetragen und die Tormöglichkeiten besser genutzt werden. Dann ist es auch durchaus möglich, dass am Ende mindestens 3 Konkurrenten in der Tabelle hinter Nulldrei stehen. An der Tabellenspitze tummeln sich dagegen bereits nach dem ersten Spieltag die Aufstiegskandidaten Sandhausen, Hansa Rostock, Kickers Offenbach und Eintracht Braunschweig. Auch hier verspricht die Saison sehr spannend zu werden.

Das Spiel:
Das erste Auswärtsspiel in der 3. Liga führt unsere Mannschaft samt Anhang am kommenden Wochenende bis in die Hauptstadt Hessens. Am Sonntag (Anstoß 14:00 Uhr) empfängt der SV Wehen Wiesbaden alle Nulldreier in der Brita-Arena. Die Gastgeber sind mit einem überzeugenden 1:0 Auswärtssieg in Unterhaching in die neue Saison gestartet und gelten als Anwärter auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Für Dominik Stroh-Engel kommt es zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen.

Die Stadt: Seit der Saison 2007/08 trägt die Mannschaft des SV Wehen ihre Heimspiele nicht mehr im Wehener Stadion am Halberg aus, sondern in der neugestalteten Brita-Arena in Wiesbaden. Seitdem nennt sich der Verein auch SV Wehen Wiesbaden. Wiesbaden ist die Hauptstadt des Bundeslandes Hessen und nach Frankfurt a.M. auch dessen zweitgrößte Metropole. Knapp 280.000 Einwohner leben heute in der Stadt am rechten Ufer des Rheins, die zu den ältesten Kurbädern Europas zählt. Bereits den Römern waren 6 bis 15 nach Christus die heißen Quellen bekannt und sie begannen mit dem Ausbau von Thermen und der Entwicklung der zivilen römischen Siedlung "Aquae Mattiacorum". Als "Wisbada" (Bad in den Wiesen) wurde der kleine Ort erstmals 828/830 bezeichnet. Seit dem Spätmittelalter gehörte Wiesbaden bereits den Grafen von Nassau und wurde 1744 zum Sitz der Regierung des Fürstentums, später des Herzogtums Nassau (1806 bis 1866). Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem internationalen Kurort und profitierte dabei von der Annexion durch Preußen nach dem Deutsch-Österreichischen Krieg 1866. Wiesbaden wurde Hauptstadt eines Regierungsbezirks und beliebter Ruhesitz von Offizieren, höheren Beamten und Rentiers, die von ihren Pensionen beziehungsweise den Zinsen ihrer Vermögen lebten. Das Stadtbild wurde geprägt von repräsentativen Wohnhäusern, Hotelpalästen und vornehmen Villen. Die Bevölkerungszahl insgesamt wuchs rapide und überschritt 1905 die Grenze von 100.000 Einwohnern. Sein Ansehen als "Weltkurstadt" verlor Wiesbaden aber durch den ersten Weltkrieg, die nachfolgende Besatzung und die Weltwirtschaftskrise. Im Zweiten Weltkrieg vergleichsweise wenig zerstört, wurde Wiesbaden 1945 Hauptstadt des Landes Hessen und erlangte als Kur- und Kongressstadt erneut große Bedeutung. Das Stadtbild präsentiert sich heute als Paradebeispiel des Historismus. Wer eher anreist, sollte es nicht verpassen, dem Schlossplatz (Mittelpunkt der Altstadt) mit Altem Rathaus, Neuem Rathaus, Marktkirche und dem ehemaligen Stadtschloss der Nassauischen Herzöge einen Besuch abzustatten. Ebenfalls sehr sehenswert ist der nicht weit entfernt gelegene, idyllische Kurpark mit dem neoklassizistischen Kurhaus, das eindrucksvoll auf Wiesbadens Bedeutung als ehemalige kaiserliche Kurstadt hinweist. Gleiches gilt auch für den Kochbrunnen, dessen natriumchloridhaltiges Wasser 66 Grad Celsius erreicht. Tourist-Information Wiesbaden: 0611 1729 / 930

Der Gegner:
Die Mannschaft: Der SV Wehen Wiesbaden beendete die letzte Saison auf dem 15. Tabellenplatz der 3. Liga und damit nur relativ knapp oberhalb der Abstiegsplätze. Bis zum Schluss zittern mussten die Hessen allerdings nicht, da der Klassenerhalt schon länger fest stand und somit die letzten vier sieglosen Spiele nicht mehr ins Gewicht fielen. Dennoch war man in Wiesbaden mit dem Saisonverlauf alles andere als zufrieden und entschied sich zu einem deutlichen Umbau des Teams vor der neuen Saison. Die begrenzten finanziellen Möglichkeiten verhinderten zwar, dass Trainer Lettieri alle seine Wunschspieler in die hessische Landeshauptstadt locken konnte. So knapp kann das Geld aber auch wieder nicht gewesen sein, denn es gelang ihm dennoch seine Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verstärken. Jedenfalls wirkt das Saisonziel, ein Platz im gesicherten Mittelfeld - ohne Abstiegssorgen, doch etwas tief gestapelt. Von den Abgängen (darunter Dominik Stroh-Engel) schmerzte den Trainer vermutlich der Wechsel von Aykut Öztürk in die Türkei am meisten. Dafür stehen aber auch 9 Neuzugänge zu Buche. Die größten Erwartungen ruhen sicher auf Michael Gurski (Sandhausen/Tor), Quido Lanzaat (Jena/Abwehr), Zlatko Janjic (Bielefeld/Mittelfeld) und Marco Sailer (Fürth/Angriff), aber auch Addy-Waku Menga, Jan Fießer, Alf Mintzel und Marco Jordan standen beim ersten Punktspiel bereits auf dem Platz - 8 von 9 Neuen kamen also zum Einsatz. In Anbetracht dessen, wirkte die neue Wiesbadener Elf in Unterhaching schon hervorragend eingespielt und kam zu einem letztlich nicht unverdienten 1:0 Auswärtssieg. Insbesondere die kompakte Abwehr mit Quido Lanzaat und Thorsten Barg ließ kaum Hachinger Chancen zu. Auf so eine stabile Defensive lässt sich hervorragend aufbauen. In der Offensive haben die Hessen sicher noch Steigerungspotential. Insbesondere Zlatko Janjic soll seine Spielmacher-Qualitäten gegen Babelsberg noch besser in die "Waagschale werfen". Angesichts seiner Zweitligaerfahrung ist ihm das auch durchaus zuzutrauen. Ein echter Torjäger fehlte dem SV Wehen Wiesbaden in der vergangenen Saison schmerzlich, weshalb nun große Hoffnungen auf Neuzugang Marco Sailer ruhen, auch wenn gegen Unterhaching zunächst Marcel Ziemer in der Startelf stand. Den Siegtreffer markierte allerdings keiner von beiden - das goldene Tor erzielte Abwehrspieler Fabian Schönheim nach präziser Flanke von Addy-Waku Menga.
Der Trainer: Gino Lettieri
Die taktische Ausrichtung: 4-2-3-1 System - eventuell gegen Babelsberg auch mit 2 Stürmern
Das Saisonziel: Gesichertes Mittelfeld
Das letzte Spiel:
01. Spieltag SpVgg Unterhaching - SV Wehen Wiesbaden 0:1 (0:1);
Tor: 0:1 Schönheim (35.); Zuschauer: 2000
Die Tabellenposition: Platz 7 mit 3 Punkten aus 1 Spiel

Die Anreise mit dem Fanbus des CoolK-Auswärtsfahrten-Projektes:
Abfahrt: 05:00 Uhr (pünktlich) vom Lutherplatz in Babelsberg
Fahrpreis: 32,- Euro
Bitte vorher per e-mail an auswaertsfahrten03@gmx.de anmelden!

Die Anreise mit dem Auto:
Autobahn A10 (südlicher Berliner Ring) Richtung Magdeburg / Leipzig - Autobahndreieck Potsdam auf die A9 in Richtung Leipzig / Nürnberg / München wechseln - immer weiter auf der A9 an Dessau, Halle und Leipzig vorbei Richtung Nürnberg fahren - ab Autobahnkreuz Hermsdorfer Kreuz weiter auf der A4 Richtung Frankfurt a.M. / Erfurt / Jena - auf der A4 an Jena, Erfurt und Eisenach vorbei bis zum Kirchheimer Dreieck - dort auf die Autobahn A5 Richtung Giessen / Frankfurt a.M. wechseln - am Reiskirchener Dreieck auf der A5 Richtung Basel / Frankfurt a.M. / Wiesbaden bleiben - am Nordwest-Kreuz Frankfurt auf die A66 Richtung Wiesbaden / Mainz wechseln und auf der A66 weiter bis zur Anschlussstelle Wiesbaden-Erbenheim fahren - dort die Autobahn verlassen und auf der B455 Richtung Wiesbaden Stadtmitte fahren - weiter auf der Berliner Straße B54 stadteinwärts bis auf der linken Seite die Brita-Arena zu erkennen ist

Fahrdauer: etwa 5 Stunden und 30 Minuten

Die Anreise mit der Bahn:
Nicht empfehlenswert, da mit dem Wochenend-Ticket eine Rückkehr am Sonntag zeitlich nicht mehr möglich ist und andere Fahrkarten sehr teuer würden.

Die letzten direkten Punktspielvergleiche:
Der SV Wehen Wiesbaden und der SV Babelsberg 03 treffen am Sonntag erstmals in einem Punktspiel aufeinander.

Das Fazit:
Unsere Mannschaft fährt zwar als Außenseiter nach Wiesbaden, ist aber dennoch nicht gänzlich chancenlos, wenn es ihr gelingt die eigenen Stärken zur Geltung zu bringen.

stegro

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