01.02.2012 :: Interview mit Dietmar Demuth vor dem Preußen Münster-Spiel
Im ersten Spiel nach der Winterpause hat Nulldrei gegen Burghausen verloren, aus Saarbrücken konnte trotz der zwei unberechtigten Elfer immerhin noch ein Punkt mitgebracht werden. Am Freitag steht um 19 Uhr nun das Flutlichtspiel im Karl-Liebknecht-Stadion gegen Preußen Münster an - Zeit für den ersten Dreier im neuen Jahr. Dietmar Demuth erzählte uns im Interview, ob aus seiner Sicht das Spiel überhaupt stattfinden wird, welche Möglichkeiten er sieht, die verletzten und gesperrten Spieler zu ersetzen und warum er sich auf Montagabend freut.
Dietmar Demuth, die erste Frage, die sich angesichts der Kälte aufdrängt ist wohl die, ob am Freitagabend überhaupt gespielt wird. Wie schätzen sie die Chancen aus heutiger Sicht ein, dass gespielt wird?
Dietmar Demuth: Ob gespielt wird, das entscheide ich nicht. Aber ich würde sagen, wenn gespielt wird, dann ist es sicherlich kein reguläres Spiel. Beide Mannschaften werden einen harten Boden vorfinden, also schwierige Bodenverhältnisse. Aber ich denke, die Voraussetzung für die Zuschauer, dass sie sicher ins Stadion kommen, ist gegeben und somit spricht nichts dagegen das Spiel anzupfeifen.
Mit welchen Problemen werden die Spieler bei solchen Bedingungen zu kämpfen haben, außer mit dem schwierigen Boden, den sie bereits angesprochen haben?
Dietmar Demuth: Es wird schwierig auf dem Boden eine ordentliche Haltung zu haben, daher werden sie dementsprechend ein wenig Probleme mit der Koordination bekommen. Sie können nicht so rein steigen in den Ball wie sonst, die Tacklings nicht so ausführen und so weiter.
Gibt es besondere Maßnahmen, die die Spieler im Vorfeld des Spiels treffen müssen, was vielleicht besonders das Warmmachen betrifft?
Dietmar Demuth: Nein, man muss sich vor jedem Spiel intensiv aufwärmen, also die Muskulatur muss dementsprechend vorbereitet sein. Und bei solcher Witterung muss man dann natürlich noch gezielter darauf achten, dass man alles intensiv anspricht.
Im Spiel gegen Saarbrücken hat Dominik Stroh-Engel seine fünfte Gelbe Karte bekommen und ist deswegen für das Spiel gegen Preußen Münster gesperrt. Wer könnte für ihn in die Startelf rücken?
Dietmar Demuth: Da gibt es einige Möglichkeiten, einige Varianten, aber das werde ich mir noch offen lassen. Ein Hollwitz, ein Hartmann, Evljuskin können da spielen. Aber es gibt auch die taktische Variante, dass man eventuell mit zwei Spitzen spielt.
In der Abwehr sieht es personell etwas katastrophaler aus. Ronny Surma fehlte wegen Rückenproblemen im vergangenen Spiel, Zlatko Hebib hatte eine Blutvergiftung und Kühne ist für das nächste Spiel wegen der Schiribeleidigung in Saarbrücken rotgesperrt. Sind die Spieler wieder fit?
Dietmar Demuth: Bei der Innenverteidigung muss ich gucken, ob der eine oder andere zurückkommt, der verletzt war. Grossert ist auch weiterhin angeschlagen, Szczur war auch noch verletzt gegen Saarbrücken, er ist jetzt wieder leicht ins Training eingestiegen. Ich hoffe jetzt, dass wenigstens einer soweit hergestellt wird, dass er am Freitag spielen kann. Denn wenn vier Innenverteidiger ausfallen, das ist schon ein herber Schlag und gerade in Saarbrücken hat man gesehen, dass ich da einen großen Kopfballstarken gebraucht hätte. Aber ich denke, wir haben das Beste draus gemacht und werden es dann, wenn es nicht so sein sollte, auch am Freitag irgendwie wieder hinbekommen.
Wer genau spielt, das werde ich mir noch offen lassen. Ich werde auch die letzten Eindrücke im Training noch abwarten und dann muss ich sehen, was die ärztliche Abteilung sagt.
Nicolas Hebisch hat aufgrund einiger Probleme am Fuß die vergangenen Tage auch ausgesetzt beim Training. Wie sieht bei ihm der momentane Stand aus?
Dietmar Demuth: Ja, Nicolas hatte die letzten Tage nur leicht trainiert. Ich hoffe, dass er heute und morgen wieder einsteigt ins Training. Da muss ich auch nochmal in der ärztlichen Abteilung nachfragen, was die zu ihm sagt. Die haben in dieser Woche ordentlich zu tun.
Nächste Woche Montag steht bei Ihnen mal etwas anderes als Fußballtraining auf dem Plan. Sie sind abends in der Astra Stube in Berlin und berichten von ihrem unglaublichsten Spiel als Trainer. Sankt Pauli gewann damals gegen Bayern München 2:1. Welche Erinnerungen haben Sie an das Spiel und freuen Sie sich auf die Veranstaltung am Montag?
Dietmar Demuth: Ich werde natürlich immer wieder an dieses Spiel erinnert und somit habe ich es auch im Hinterkopf, dass wir mal so ein Spiel gewonnen haben. In Hamburg habe ich gehört machen sie eine Riesenshow im Stadion daraus. Da wird eine große Bühne aufgebaut, Eintritt verlangt und und und. Gestern war der NDR da und hat ein Interview mit mir gemacht, am Montag die Sache in Berlin. Das ist ein Spiel, das in die Geschichte eingegangen ist und ich war als Akteur dabei. Und ich freue mich auf die Veranstaltung am Montag. Da werden nochmal alte Erinnerungen erwacht. Ich bin zwar nicht der Typ, der nach hinten schaut, aber bei so etwas Erfreulichem kann man es ruhig nochmal aufleben lassen und ich glaube das wird eine schöne Sache. Zehn Jahre ist es ja nun auch schon her.
Wir bedanken uns für das Interview und wünschen uns trotz der personellen Sorgen einen Dreier am Freitagabend bei minus 10 Grad im KarLi.
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